Am  Nationalfeiertag  wurde der Bevölkerung aus Hallersdorf  das richtige Verhalten bei einem Fettbrand vorgeführt. Wie kommt es zu einem Fettbrand? Fett wird erhitzt und beginnt zu sieden. Wird die Wärmezufuhr nun nicht verringert,  überhitzt das Fett und es beginnt zu rauchen. Die so entstehenden feinsten Partikel haben eine sehr große Oberfläche und können daher leicht mit dem vorhandenen Luftsauerstoff reagieren. Das Dampf-Luftgemisch entzündet sich dabei selbst.

 

Daher ist die automatische Temperaturregelung, z. B. bei Fritteusen, eine der wichtigsten technischen Schutzmaßnahmen. Fettbrände können nicht nur in Gefäßen, in denen Fett erhitzt wird, entstehen. Fettbrände entstehen auch in Fettfiltern und Dunstabzugshauben, da sich hier feinste Fettpartikel auf einer großen Oberfläche niederschlagen, die sich dann mit dem vorhandenen Luftsauerstoff selbst entzünden können.

Was sind die Folgen eines Fettbrandes?

Bei brennendem Fett entsteht eine Temperatur von mehr als 1000 °C. Diese hohe Temperatur des siedenden Fettes ist entscheidend für die richtige Vorgehensweise. Startet man einen Löschversuch mit Wasser, geschieht Folgendes:

Wasser ist schwerer als Öl und Fett und gelangt somit nach unten in das überhitzte Fett. Da das Fett jetzt eine Temperatur von über 1000 °C hat, kommt es zur schlagartigen, fast explosionsartigen Verdampfung des Wassers. Dabei entstehen aus 1/4 Liter Wasser 1700 Liter Wasserdampf. Durch die enorme Volumenvergrößerung des Wassers treibt der entstehende Wasserdampf das Fett aus dem Gefäß heraus. Dies führt wieder zu einer Oberflächenvergrößerung und einer Ausbreitung des Brandes im gesamten Arbeitsbereich.

Daher dürfen heißes oder rauchendes Fett oder Öl niemals mit Wasser gelöscht werden!!

 

Fotos und Text: ABI Alfred Jauk, FF Voitsberg