Das Projekt Herz-Lungen-Wiederbelebung wird erweitert:

Sanitäter des Roten Kreuzes sind ausgerüstet mit einem speziell eingerichteten Rucksack. Diese Sanitäter werden gleichzeitig mit dem organisierten Rettungsdienst alarmiert, treffen jedoch früher am Notfallort ein, da sie in der Nähe arbeiten oder wohnhaft sind. Die bisher kürzeste Eintreffzeit betrug 2 Minuten. First Responder sind nur eine Ergänzung zu einem bestehenden Rettungssystem, keinesfalls ein Ersatz!

 
Die Ausrüstung - ein Rucksack - kostet ca. € 1.1000.-. Bisher wurden Material für 10 Rucksäcke und die Kommunikationsmittel für 25 First Responder durch das Land Steiermark finanziert.

Fakten 2005

Insgesamt waren 30 Mitarbeiter der fünf Bezirksstellen als First Responder im Einsatz und sind 209 Steirern in ihrer Freizeit zu Hilfe geeilt.

Die 209 Einsätze des Jahres 2005 verteilen sich wie folgt:

  • 100 internistische Notfälle
  • 90 chirurgische Notfälle/Unfälle
  • 3 gynäkologische/geburtshilfliche Einsätze
  • 9 sonstige Einsätze (z.B. Lotsendienst, Brand, Suizid)
  • 7 Stornos/Transportverweigerungen (Fehleinsätze)

Am häufigsten wurden First Responder zwischen 10:00 und 15:00 Uhr sowie zwischen 18:00 und 21:00 Uhr zu Hilfeleistungen gerufen.

First Responder hatten eine durchschnittliche Eintreffzeit ab dem Zeitpunkt der Alarmierung von 6 Minuten.

First Responder waren um durchschnittlich 11 Minuten früher als das parallel alarmierte Rettungsmittel vor Ort.

Das therapiefreie Intervall konnte so von durchschnittlich 17 Minuten auf 6 Minuten reduziert werden.